Samstag, 3. Dezember 2011

das phänomen

... man bestellt sich über den wolken einen tomatensaft, konnte ich noch nie nachvollziehen.

da bin ich scheinbar aber nicht die einzige, denn unzählige autoren haben sich mit diesem thema beschäftigt.

umso erstaunter war ich, als mein kindelein (welches leider durch den mittelgang von mir getrennt saß) auf einem flug genau dieses getränk bestellte.

interessiert beobachtete ich seinen angewiderten gesichtsausdruck, den er beim probieren machte.

1o minuten schaute ich mir die szene an:

kind eingekeilt zwischen 2 fremden menschen, hielt krampfhaft diesen plastikbecher mit der roten suppe und bewegte sich keinen mucks.

die nette ältere, genauer die sitznachbarin vom kindelein fragte deshalb besorgt: "hast du flugangst ? musst du nicht..."

nach weiteren 5 minuten sprach mich die sitznachbarin des kindeleins an:

sie: "entschuldigen sie, aber ich glaube es geht ihrem sohn nicht gut, vielleicht setzen sie sich besser neben ihn und trösten ihn"

selbstverständlich tauschten wir die plätze...

ich: "na, schmeckt ziemlich mies dieser tomatensaft, stimmts?"
er: "und wie"
ich: "und wieso bestellst du dir das dann?"
er: "das haben die hier alle bestellt"
ich: "ah, das bekannte argument, dann gib mir mal den becher"

und so hockte ich ca 5 minuten (genau wie vorher mein sohn) regungslos auf meinem sessel, bis mich die sitz-tausch-nachbarin ansprach:

sie "sehen sie, es geht ihrem sohn gleich viel besser, jetzt wo sie neben ihm sitzen.
ich. "ja, nun hat er auch beide hände für den gameboy frei und muß nicht länger den tomatensaftbecher festhalten..."

wieso ich das jetzt geschrieben habe?

ganz einfach, ich habe die "möhrenernte" genauer den karottensaft heute morgen zum frühstück probiert.



bähhhhhhhhhhh, selbst mit orange fizz auf den nägeln,

wäre diese orange suppe nicht appetitlicher gewesen.

zum glück hockte ich nicht im flieger und so landete der inhalt meines glases im ausguß.

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